Als der Arbeitskreis Erdheilungsaktion Herrenberg vor drei Jahren (Ende 2004), beschlossen hatte die erste schamanisch arbeitende Trommelgruppe zu gründen, waren plötzlich alle Voraussetzungen dafür gegeben. Das Interesse vieler Menschen aktiv mehr für die globale Erdheilung zu tun und gemeinsam als Gruppe und über den individuellen Einflussbereich hinaus, in Aktion zu treten, das war der Wunsch und das Ziel der Mitglieder des Arbeitskreises AKEHA-Herrenberg.
Bis zu diesem Zeitpunkt bestand der Arbeitskreis schon einige Jahre und seine Aktivitäten beschränkten sich auf Vorträge, Studienfahrten und kleinere Projekte, wie z.B. der Bau eines Modellsteinkreises mit Holzpfählen oder die Heilung eines Teiches mit großem Fischsterben. Jetzt aber war die Zeit gekommen mehr Menschen in diesem Bewusstsein der globalen Erdheilung und seinem Netzwerk mit einzubeziehen.
Ulrich Lechner, diplomierter Ethnologe und Landschaftsgärtner gründete zusammen mit Stefan Urich, Heilpraktiker und Ortho-Bionomy Lehrer, die erste schamanische Trommelgruppe in Herrenberg. Beide haben bei der FSS - Foundation for shamanic studies - ihre Ausbildung als “Shamanic Practitioner” erhalten und stehen weiterhin in fortlaufender Weiterbildung bei ihren Lehrern in Österreich und der Schweiz.
Die Teilnehmer der ersten Trommelgruppenabende wurden in die Arbeit mit ihren Verbündeten in der Geistigen Welt vertraut gemacht um so eine Basis zu schaffen für die Kommunikation mit der spirituellen Seite unserer Welt, der sogenannten nicht alltäglichen Wirklichkeit. Diese Gründung der ersten Gruppe zog plötzlich immer mehr Interessierte Menschen an und sprengte bald den räumlichen und zeitlichen Rahmen für die Unterweisungen in die Grundlagentechniken des schamanischen Reisens.
Somit war der Bedarf nach einem Jahr der Gruppenabende, die zweimal monatlich stattfinden, so stark gewachsen, dass sich die beiden Initiatoren entschlossen das erste Grundlagenseminar auszurichten. Daraufhin wurde der Zulauf noch größer und es kamen Freunde, Bekannte, Schüler und Klienten aus den Kursen der Naturheilpraxis von Stefan Urich hinzu. Viele weitere Seminare sollten folgten.
Im Rückblick auf die letzten 3 Jahre sind inzwischen sieben weitere Trommelgruppen in Baden-Württemberg entstanden. Zusammen verstehen sie sich als ein Netzwerk von Kreisen, die mit vielen anderen Kreisen weltweit im selben Bewusstsein Arbeitenden in Verbindung stehen. Aus diesem Gedanken heraus kam auch der Impuls ein großes Trommelgruppentreffen für schamanisch Arbeitende zu organisieren.
Das erste Treffen fand im September 2007 mit weit über hundert Teilnehmern tatsächlich statt. Workshops, Vorträge, ein Einführungskurs ins schamanische Reisen, ein Feuerlauf mit 40 Läufern, und ein abschließendes Erdheilungsritual, waren die Höhepunkte des Treffens. Das zweite internationale Treffen wird nun 2008 Ende Mai bei Waldenbuch im Schönbuch, südlich Stuttgarts stattfinden. Weitere größere Veranstaltungen folgten dem Treffen, wie das Erntedankfest von Heidemarie Reichert. Sie ist auch ein aktives Gründungsmitglied des Arbeitskreises AKEHA und der ersten Trommelgruppe.
Seminare für Einsteiger (Grundlagenseminar) und Fortgeschrittene (siehe Programm), schamanische Heilreisen (Portugal), Intensiv-Workshops, um persönliche initiatische Entwicklungsschritte einzuleiten, und eine Ausbildung zum schamanischen Heiler, mit möglicher Anerkennung des Dachverbandes Geistiges Heilen (DGH e.V.) sind geplant und schon ausgeschrieben für das Jahr 2008/9. Ein langfristiges Ziel der Trommelgruppe ist als eine Studienreise 2010 nach Tuwa in Zentralasien geplant, um dort vor Ort mit den ansässigen Schamanen zusammen zu arbeiten und mit ihnen die Heilungssuchenden Menschen in ihren Dörfern zu besuchen und schamanisch mitbehandeln zu dürfen.
Das erste große Trommelgruppentreffen ergab einen ansehnlichen Erlös für ein Spendenprojekt. Der Wunsch, ein Einwilderungsprojekt für unsere heimischen "Krafttiere", wie den Braunbären, den Wolf und den Luchs, zu unterstützen, war bei allen Teilnehmern vorhanden und kann somit für 2008 für den Alternativen Bärenpark bei Schapach im Schwarzwald umgesetzt werden. (siehe dazu auch www.baer.de). Wildtiere, Raubtiere, wie auch Greifvögel scheinen die geistigen Organe unserer Wälder und Auen zu sein, nicht nur das Ende einer Nahrungskette. Sie bedürfen weiterer Fürsprecher und Helfer, um sie wieder erlebbar in unserer heimischen Natur zu machen. Sie um uns zu haben bedeutet auch Zugang zu haben zu der geistigen Kraft die ihre Gattung vertritt und uns verbindet, als Mensch im Einklang zu den Naturreichen.
Die Zielsetzung und das Angagement der schamanisch Arbeitenden ist nicht nur die persönliche Heilung und Entwicklung des Einzelnen. Die Rückverbindung und das Einbeziehen der geistigen Wesenheiten und der Natur in die schamanische Heilarbeit, ist die Voraussetzung für eine ganzheitliche und globale Heilung. Das Wohl des Landes und seiner Menschen auf der Grundlage unserer zum Glück noch regenerierbaren Natur, war schon immer das primäre Anliegen der Schamanen und Heiler seit der Steinzeit. Schamanische Heilarbeit ist die älteste, überlieferte ungebrochene und authentischste Heilform die es gibt. Der Core-Schamanismus als moderne Form, die der Anthropologe Michael Harner als Kernschamanismus bezeichnet, lehrt uns die bewährten Techniken bei den indigenen Völkern zu begreifen und ihn auf eine für uns funktionierende Form umzusetzen. Dadurch haben wir als Europäer ein Mittel an der Hand, um wieder Zugang zu unseren eigenen schamanischen naturmedizinischen Wurzeln zu bekommen.
Der zentrale Aspekt dabei, ist die Technik der schamanischen Reise in die nicht alltägliche, innere Wirklichkeit, wie die Rolle eines Weltenbummlers, die uns als Mitteleuropäer nicht schwerfallen dürfte sie anzunehmen, wenn wir uns die Reisefreudigkeit z.B. der Deutschen anschauen.
Der ethnozentrische Schamanismus wird zwar immer in einem spezifischen Kulturrahmen praktiziert, welcher auch immer mit einer religiösen Kulturform verbunden ist. Jedoch kann der Core-Schamanismus als Neo-Schamanismus bezeichnet und verstanden, frei von Religion und zwingenden kulturellen Vorgaben praktiziert werden. Primär wird er als eine Heiltechnik für Hilfesuchende Klienten eingesetzt.
Aber auch die Heilung unserer Kulturseele oder Volksseele, die im letzten Jahrhundert massiv durch die Kriege, traumatisiert wurde, steht heute an. Bei der inzwischen weit bekannten Heiltechnik der systemischen Aufstellungsarbeit, oder auch dem Familienstellen, drängen jetzt erst, nach 50 Jahren Friedenszeit, die Traumata der Weltkriege in den Familien und Sippen, an die Oberfläche um Heilung, Frieden und Versöhnung zu finden. Eine echte und tiefgehende Trauerarbeit für das kollektive Feld, wäre da sehr hilfreich und notwendig im wortwörtlichen Sinne. Ein geschützter Rahmen in dem eine Gruppe, die kollektive Trauer ihrer Ahnen im System der Gemeinschaft, aufarbeiten und sich davon lösen kann. Dies ist auch in der schamanischen Heilarbeit schon immer praktiziert worden.
Ulrich Lechner und Stefan Urich entwickeln gemeinsam mit den Trommelgruppen neue, für unsere Gesellschaft passende und effiziente Heilrituale. Diese Rituale werden unter den Beistand und Schutz der Geistigen Welt gestellt, um für Menschen ein Angebot zu sein, sich auf eine alte Methode in einem neuzeitlichen Gewand einzulassen um nicht nur sich persönlich, sondern auch für das Kollektiv, Heilung von Trauer und Verletzungen zu ermöglichen. (Trauerritual: Trommelgruppentreffen Mai/Juni 2008)
Heilung sucht sich immer einen Weg. Ihn leichter zu machen, ihn sich gebären zu lassen und zu unterstützen, ist die Aufgabe des Schamanischen Heilers.
Wenn Sie Interesse an Kursen, Trommelgruppenarbeit oder an schamanischer Heilsitzungen haben, informieren sie sich bitte unter: www.info@heilpraxis-urich.de oder in den obengenannten websites. Dort finden sie, das meist aktuelle, Kursprogramm, eine Liste von Heilern und schamanisch Praktizierenden und Informationen zu Seminarinhalten und Ausbildungsmöglichkeiten.
Im Bewusstsein das Alles mit Allem in Verbindung steht was Seele hat, grüßen wir
als Arbeitskreis AKEHA und seine Trommelgruppen
Literaturempfehlungen:
Michael Harner: Der Weg des Schamanen
Sandra Ingerman: Auf der Suche nach der verlorenen Seele
Dr. Picar: Schamanismus und Psychotherapie
Kontaktadresse:
AKEHA-Herrenberg Naturheilpraxis Stefan Urich
Robert-Schumann-Str.33 D-71083 Herrenberg
Tel. 07032/21541 info@heilpraxis-urich.de